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Diese Finanz-Tipps hätte ich gerne schon als junge Frau gehabt.

Es ist doch irgendwie ungerecht: als junger Mensch hat man noch keinen Plan vom Leben, insbesondere nicht von der klugen Geldanlage und muss sich erst mal alles selbst erarbeiten. So war es zumindest bei mir. Außer einer hohen Motivation, dem Wunsch viel Geld zu verdienen und in der Finanzbranche mehr als nur Fuß zu fassen, hatte ich nichts. Stimmt nicht ganz, ich hatte ein Examen in BWL von der Uni Gießen in der Tasche.

Mit der Zeit habe ich festgestellt, dass das Wissen über Wertpapiere, Aktien usw. ein wichtiger und wesentlicher Baustein für finanziellen Erfolg ist. Was mir allerdings am Anfang noch gar nicht klar war, dass es für die erfolgreiche Geldvermehrung mehr als nur Wissen braucht. Man braucht eine bestimmte innere Haltung dazu, das was gerne als Mindset bezeichnet wird (obwohl ich den Begriff nicht besonders mag, aber egal) genauer gesagt: das Money Mindset.

Darunter verstehe ich eine Art Zusammenfassung aller Glaubenssätze, innerer Einstellungen und Überzeugungen zu den Themen Geld, Reichtum und Finanzen.

Die meisten von uns lernen in der Schule so gut wie gar nichts über Geld und Geldanlage. Gleichwohl lernen wir bereits als Kinder sehr viel über Geld.

Diese Botschaften kennen Sie bestimmt auch:

  • Geld wächst nicht auf Bäumen
  • Ohne Knete keine Fete
  • Das einzige was man ohne Geld machen kann sind Schulden (Heinz Schenk)
  • Spare in der Zeit, dann hast du in der Not (hat mein Vater immer gesagt)
  • Schuster, bleib bei deinen Leisten.

Es gibt unzählige solcher Sprüche. Sie alle machen etwas mit uns als Kinder und sie prägen sich ein. Sie prägen sich so tief ein, dass sie später unser Verhalten als Anlegerinnen beeinflussen. Nicht immer nur zu unserem Vorteil.

Das Sprichwort: „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ bedeutet, dass wir uns möglichst nur in bekanntem Terrain bewegen sollen. Wenn wir an das Sparbuch gewöhnt sind und das immer gut funktioniert hat, warum sollten wir etwas anderes machen. Selbst wenn die Inflation mehr als 8% erreicht, ist das für uns Deutsche noch lange kein Anlass, sich aus dem Sparbuch herauszubewegen. Aber, wie auch immer, auch meine Denkweise über Geld hat sich bereits in frühen Kindertagen gebildet.

In meiner Familie wurde z.B. nie über Geld gesprochen. Nicht, weil wir solche Unmengen davon gehabt hätten, nein, Geld war einfach ein Tabuthema.

Dann gab es irgendwann mal ein Ereignis in meiner Jugend, das meine Einstellung zu Geld massiv geprägt hat. Meine Eltern haben durch eine Geldanlage, die nicht wie erwartet gelaufen ist, sehr viel Geld verloren.

Aufgrund dieses Ereignisses habe ich die Entscheidung getroffen, die Finanzwelt verstehen zu wollen und meinen beruflichen Weg in der Finanzbranche zu gehen.

Im Laufe der Jahre habe ich sehr viel gelernt. Ich habe mit vielen reichen Menschen gesprochen und von ihnen gelernt, wie Geldanlage und Vermögensmehrung funktioniert. Ich kann Ihnen sagen, dass das Fachwissen nur die eine Seite der Medaille ist. Die andere Seite der Medaille sind Einstellungen und Verhaltensweisen. Ich beschreibe Ihnen heute drei davon, die Ihr Leben nachhaltig verändern können:

  • Gib nie mehr Geld aus als du hast
    Das ist logisch, einfach und es versteht eigentlich jeder. Der Kopf sagt: „Oh, ja das stimmt. Ich gebe nur das aus, was ich habe, mehr nicht.“ Warum aber stehen dann so unglaublich viele Girokonten im Minus? Warum gibt es jede Menge Konsumentenkredite, die zur Finanzierung von Urlaubsreisen, Wohnungseinrichtungen und neuen Autos aufgenommen werden? Weil es noch eine andere Stimme in uns Menschen gibt, die uns zuflüstert: „Du brauchst jetzt unbedingt einen richtig tollen Urlaub, das hast du dir verdient. Der exklusive Club-Urlaub hat halt seinen Preis. Nur einmal, nächstes Jahr spare ich mir rechtzeitig Geld für den Urlaub.“ Im nächsten Jahr passiert natürlich wieder das gleiche und wir nehmen wieder einen Kredit für den Urlaub auf.
    Menschen haben Wünsche und Bedürfnisse, deren Befriedigung, so meinen wir, nicht warten können. So ist es auch mit der Wohnungseinrichtung, dem neuen Auto oder anderen Konsumgegenständen.
    Das fatale bei Konsumentenkrediten ist, dass man sich daran gewöhnt. Unser Gehirn gewöhnt sich an einen finanziellen Pegel, der immer auf rot steht. Irgendwann findet man es total normal, verschuldet zu sein. Die Verschuldungsspirale dreht sich, wenn sie einmal in Gang gesetzt ist, rasant nach unten. Denn zu den Raten, die zurückgezahlt werden müssen, kommen ja auch noch Zinsen in nicht unerheblichem Ausmaß hinzu. Der einzige, der sich über den Kredit freut, ist die Bank.
    Ich habe diesen Rat als junge Frau auch nicht soooo ernst genommen, obwohl mir mein Opa diesen Rat schon als Kind gegeben hat. Aber auch ich musste meine eigene Erfahrung mit Krediten und überzogenen Konten machen. Irgendwann hab´ ich´s dann auch kapiert.
    Der Rat, nie mehr Geld auszugeben als man einnimmt, ist daher die Grundlage für finanzielle Freiheit.
  • Investiere international
    Auch dieser Rat hört sich voll logisch an und man sollte meinen, dass das jeder tut. Das Gegenteil ist der Fall. Die meisten Deutschen, wenn sie denn Aktien haben, investieren in Deutschland. Wir kaufen Aktien aus dem DAX oder investieren in ein Unternehmen hierzulande, das wir zu kennen glauben. Das ist in anderen Ländern genauso. Engländer investieren in britische Aktien, US-Amerikaner in US-Aktien und Franzosen in französische Aktien. Dieses Phänomen nennt man übrigens Home-Bias und bedeutet, dass Anleger und Investoren überwiegend in ihrem Heimatmarkt investieren. Ich hatte mal einen Kollegen im Fondsmanagement, der war Franzose. Seine Job war, ein europäisches Aktienportfolio zu managen, das sich mehr oder weniger stark am Eurostoxx orientiert. Das Lustige war nur, dass sein Portfolio ein starkes Übergewicht an französischen Aktien aufwies. Seine Begründung war: in Frankreich gibt es die besten Unternehmen. Das war ein ganz klarer Fall von Home-Bias.
  • Bleib dran und lass dich nicht von Krisen verunsichern.
    Das fehlende Durchhaltevermögen in Krisenzeiten, die an der Börse kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche ist nach meiner Erfahrung nach der dramatischste Grund dafür, dass so wenig Menschen in Deutschland in Aktien investiert sind. Die Angst vor (vorübergehenden) Verlusten sitzt so tief, dass sich so wenige wirklich trauen, in Aktien zu investieren. Dabei ist diese Angst unbegründet, wenn man einmal verstanden hat, wie die Börse funktioniert und wie Geldanlage tatsächlich läuft.
    Ich stelle mal die Frage anders herum: Warum werden denn langfristig orientierte Aktienanleger im laufe der Jahre immer reicher? Doch nicht obwohl sie Aktien haben, sondern WEIL sie Aktien haben.
    Die meisten Leute denken zu kurzfristig, sehen Krisen nicht als Chance und bekommen Panik, wenn die Börsen crashen. Dabei sind genau diese Phasen an der Börse ein guter Moment, um als Langfristanleger nachzukaufen. Wenn Sie über Sparpläne investieren, dann sind Krisen sogar unerlässlich, dass Ihr Vermögen langfristig wächst und gedeiht.

Ich selbst musste auch meine Erfahrungen an der Börse machen und habe als Anfängerin auch etwas Lehrgeld gezahlt. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich mich jedoch nicht abschrecken lassen und habe die Börse schon ziemlich als eine riesige Chance für langfristigen Reichtum gesehen. Ich bin froh, dass ich dabei geblieben bin und kann nur jedem raten, sich die Möglichkeiten, die die internationalen Aktienbörsen bieten, zumindest einmal anzuschauen und sich dafür zu öffnen.

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Bildquelle:   jozsitoeroe

Carmen Stephan
Diplom-Kauffrau
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