Warum Sie Wissen über Geldanlage allein nicht weiterbringt.

Denken Sie bei der Geldanlage auch oft: „Ich kenne mich damit nicht aus und ich müsste viel mehr darüber wissen. Erst wenn ich alles verstanden habe, dann kann ich mein Geld anlegen.“ Vielen Menschen geht es ähnlich. Sie glauben, erst dann wenn sie alles wüssten und alles verstanden hätten, erst dann könnten sie auch mit ihrer Altersvorsorge starten.
Das ist praktisch gesehen genauso, wie wenn Sie krank sind und sagen: Erst, wenn ich alles über meine Krankheit weiß, erst dann kann ich zum Arzt gehen und der erzählt mir dann, wie ich wieder gesund werde. Das würde natürlich niemand machen, weil es absurd ist. Wenn Sie krank sind gehen Sie zum Arzt, der Ihnen hilft, wieder gesund zu werden. Selbstverständlich ist der Arzt der Experte, wenn es um Krankheiten und der Heilung derselben geht. Kein Mensch würde auf die Schnapsidee kommen, sich erst mal ein tiefgehendes Wissen über Krankheiten anzulesen, bevor er zum Arzt geht. Er möchte Hilfe und zwar schnell.

Bei der Geldanlage ist das ganz anders. Zugegeben, der Vergleich hinkt etwas, da es bei Finanzen nicht um Leben oder Tod geht, aber die finanzielle Gesundheit und die Möglichkeiten, die ein Vermögen sowie hohe Erträge aus diesem eröffnen, sind nicht zu verachten. Genügend Geld in jeder Lebensphase zu haben erleichtert das Leben erheblich, ich glaube darüber sind wir uns einig.

Wie kommt es, dass Menschen glauben, sie könnten ihre Geldanlage völlig eigenständig und unabhängig von Experten selbst regeln?

Wir, die Finanzfachfrauen sind unabhängige Finanzexpertinnen und beschäftigen uns bereits länger mit der Frage, wie Menschen, egal ob Männer oder Frauen zu dieser Haltung gelangen. Dazu möchte ich heute meine Ansichten mit Ihnen teilen.

  • In der Öffentlichkeit wird das Bild vermittelt, Geldanlage sei ganz einfach. Unzählige Bücher, Videos, Onlinekurse und Seminare vermitteln den Eindruck, jeder könne das selbst lernen. Praktisch jeder, egal welchen Alters und mit welchem Bildungsstand könnte sein eigener Finanzmanager sein. Die Überschriften lauten z.B.:
    – „So wirst du mit Trading finanziell frei.“
    – „Raus aus dem Hamsterrad mit den richtigen ETFs!“
    – „Reichtum ist dein Geburtsrecht – ich zeige dir wie du finanziell unabhängig wirst.“
    – „In der Rente auf Bali leben – so kommst auch du dort hin.“
    Die einzigen, die ihrem Traum von der finanziellen Freiheit mit den Kursen näher kommen, sind die Macher dieser Kurse bzw. die Autoren der Bücher. Unzählige Autoren und Seminaranbieter sind auf den „Reich-werden-Zug“ aufgesprungen und verkaufen ihre Medien zu teilweise horrenden Preisen. Nicht selten werden für diese Seminare hohe vierstellige Gebühren aufgerufen. Es ist bestimmt nichts dagegen zu sagen, sich einen soliden Grundstock an Wissen anzueignen, aber die Kosten dafür sollten im Rahmen bleiben.

  • Es ist eine Illusion zu glauben, man könne sich das Wissen und die Erfahrung, die sich ein Finanzexperte im Laufe seines Berufslebens erarbeitet hat, fachspezifische Aus- und Weiterbildungen absolviert hat und viele Jahre Erfahrung mit der Beratung von Kunden gemacht hat, mit dem Lesen einiger Bücher und dem Konsum von Youtube-Videos selbst beibringen. Das ist eine große Illusion. Wie soll das gehen? Das ist schlicht nicht möglich.
    Häufig wird in der Öffentlichkeit von Medien und vom Verbraucherschutz das Bild vermittelt, dass man bei Finanzberatern und Versicherungsmaklern immer erst mal vorsichtig sein solle. Im Zweifel würden diese einem nur überteuerte Produkte verkaufen, die zudem intransparent seien und viel zu hohe Kosten enthielten. Das führt bei vielen Anlegern dazu, dass sie z.B. ihre Altersvorsorge lange vor sich herschieben, nichts unternehmen, weil sie Angst haben, jemand könne sie „über den Tisch ziehen“ und warten, einfach nur warten.
    Das Problem ist jedoch, dass durch Warten immer mehr wertvolle Zeit verstreicht. Zeit, die nicht mehr zurückkommt und die diese Skeptiker für Ihren Vermögensaufbau nicht mehr nutzen können. Irgendwann sind sind kurz vor der Rente und stellen fest: „Oh je, ich habe ja gar keine ausreichende Rente. Was mach ich jetzt?“ Sorry, dafür ist es jetzt zu spät. Da bleibt nur noch Lotto spielen.

  • Auch die Finanzbranche selbst ist dafür verantwortlich, dass viele Menschen skeptisch sind, teilweise zu recht. Große Finanzvertriebe sowie Banken und Versicherungen haben es über Jahrzehnte geschafft, ihren Kunden Produkte zu verkaufen, die zunächst nicht dem Kunden, sondern den Verkäufern und den Produktanbietern dienen. Man muss fairerweise einräumen, dass für die Haltung vieler Kunden auch die Finanzbranche selbst verantwortlich ist. Anfang der 2000er Jahre wurde sogar noch der Eindruck vermittelt, Finanzberatung sei kostenlos und die Kunden würden die Finanzberatung quasi gratis bekommen. Dadurch ist auch der Eindruck entstanden, dass man als Finanzberater oder Versicherungsmakler einfach nur gut verkaufen können müsse, Tiefgehendes Fachwissen bräuchte man nicht, im Gegenteil, das hindere nur am Verkaufen. Finanzprodukte werden nämlich in erster Linie „VERkauft und nicht GEkauft. Es sind reine VERkaufsprodukte.

Was bedeutet das alles nun für Sie, meine geneigten Leserinnen? Wichtig für eine Finanzberatung sind Ihre Ziele, Wünsche und Wertvorstellungen. Was möchten Sie erreichen und wie soll Ihr Leben, z.B. im Ruhestand aussehen. Was möchten Sie sich leisten können und welche Bedürfnisse möchten Sie erfüllt sehen. Damit werden wir uns zuallererst beschäftigen. Darüber hinaus: Auf was legen Sie bei der Finanzberatung besonderen Wert, was ist Ihnen wichtig? Geldanlage ist ein Geschäft zwischen Menschen und nicht zwischen Mensch und Maschine. Gegenseitiges Vertrauen ist die Basis, auf der ich mit meinen Kundinnen und Kunden arbeite. Dieses Vertrauen kommt nicht von alleine, sondern muss erarbeitet werden. Erst dann kann die langfristige Zusammenarbeit beginnen und wird Früchte tragen.

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Bildquelle: krakenimages

Carmen Stephan
Diplom-Kauffrau
European Financial Advisor

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