Die Zeit heilt alle Wunden, auch bei der Geldanlage

In den letzten Monaten habe ich immer wieder Workshops für Frauen in ganz Hessen gehalten. Danke an dieser Stelle an die kommunale Frauenbeauftragte der Stadt Wiesbaden und ihrem Team sowie den Mitarbeiterinnen des Büros für staatsbürgerliche Frauenarbeit, Büro-F, die die Workshops organisiert haben.
Teilweise fanden die Workshops online, teilweise live vor Ort statt. Es macht mir immer wieder großen Spaß, Frauen die Themen Geldanlage und Altersvorsorge näherzubringen und Wissen zu vermitteln. Dabei werden mir immer wieder die folgenden Fragen gestellt:

  • Wie kann ich sicherstellen, dass ich in der Rente gut versorgt bin, selbst wenn ich alleine zurecht kommen muss?
  • Welche Art der Altersvorsorge ist für mich die beste?
  • Wann ist der beste Zeitpunkt, mit der Altersvorsorge zu beginnen?

Zu jedem der drei Fragen könnte man mehrere Blogbeitrag schreiben. Heute möchte ich mich auf den Zeitfaktor bei der Altersvorsorge konzentrieren.

Die Zeit heilt alle Wunden, dieses Sprichwort kennen Sie. Was kann dieser Satz nun in Bezug auf die Rente bedeuten?

Je mehr Zeit ich für eine Sache, die mir wichtig ist habe, desto leichter fällt es mir, Phasen zu durchzustehen, wo es mal nicht so läuft wie geplant.
Frauen sollten aus mehreren Gründen frühzeitig mit der Altersvorsorge beginnen:

  1. Lebenserwartung: Wir Frauen haben werden älter als Männer. Im Durchschnitt erreichen Frauen rein statistisch ein Lebensalter vor 83,4 Jahren, Männer hingegen 78,6. Das bedeutet, dass Frauen im Durchschnitt länger im Ruhestand leben und daher ein größeres finanzielles Polster benötigen, um ihren gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Ein längeres Leben braucht mehr Geld. Das ist reine Statistik.
  2. Nicht-lineare Erwerbsbiografie: Die Haupt-Familienarbeit tragen nach wie vor Frauen. Aufgrund von Elternzeit und Zeit, sich um Familie und Kinder zu kümmern, neigen Frauen dazu, häufiger als Männer berufliche Unterbrechungen einzulegen. Nicht nur für die Kindererziehung, sondern oft auch für die Pflege von Angehörigen oder aus anderen Gründen. Während dieser Unterbrechungen zahlen Frauen weniger bis gar keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung ein, was sich wiederum negativ auf ihre Altersvorsorge auswirken wird. Deshalb halte ich es für ratsam, früh mit der eigenen Altersvorsorge zu beginnen. Die eigene Altersvorsorge kann dabei helfen, sich unabhängiger von der gesetzlichen Rente zu machen und bereits frühzeitig ein finanzielles Polster aufzubauen.
  3. Gender-Pay-Gap führt zu Gender-Pension-Gap: In Deutschland und vielen anderen Ländern verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als Männer. Dieser Gender-Pay-Gap führt später zum Gender-Pension-Gap, das heißt dadurch haben Frauen niedrigere Rentenansprüche. Durch einen frühen Start bei der Altersvorsorge können Frauen dazu beitragen, diese Rentenlücken zu verringern und sich auf einen finanziell stabilen Ruhestand vorzubereiten.
  4. Finanzielle Unabhängigkeit: Ein früher Start bei der Altersvorsorge gibt Frauen ein größeres Maß an finanzieller Sicherheit. Finanzielle Freiheit ist ein gutes Gefühl. Es wirkt sich auf das gesamte Wohlbefinden eines Menschen aus. Es ist etwas ganz anderes, wenn Sie selbst entscheiden können, ob Sie sich bestimmte Dinge, die Ihnen wichtig sind, leisten können oder ob Sie jemand anderen fragen müssen. Sie können die Ziele und Lebenspläne umsetzen, die Ihnen wichtig sind und die Ihnen am Herzen liegen, nicht die der anderen. Kurz: Sie können Ihr Leben leben und nicht das Leben eines anderen.
  5. Zinseszins-Effekt: Der Zinseszins-Effekt, der bei Sachwertanlagen wie Aktien, Investmentfonds und Immobilien eher Rendite-Rendite-Effekt heißen müsste, wirkt umso stärker, je früher mit Ihrem Vermögensaufbau beginnen. Je früher Sie beginnen, desto stärker können Sie von einem längeren Zeitraum profitieren, in dem Ihre Investitionen wachsen und sich vermehren können.
  6. Bessere Kontrolle über die Kapitalmarktschwankungen: Mit ausreichend Zeit können Sie besser mit Marktschwankungen umgehen. Kurzfristige Volatilität können Sie ausgleichen, wenn Sie genug Zeit haben, um Ihre Investitionen zu halten. Betrachten Sie Ihre Investitionen langfristig und lassen Sie sich von vorübergehenden Schwankungen nicht von Ihren Zielen abbringen. Kurzfristige Marktschwankungen sind normal und Sie sollten sich nicht dazu verleiten lassen, impulsiv zu handeln. Historisch und rückblickend betrachtet haben sich die Kapitalmärkte langfristig erholt und positive Renditen erzielt.
  7. Inflationsschutz: Durch die Anlage in Sachwerte wie Immobilien, Aktien und Rohstoffe können Sie Ihr Vermögen vor Inflation schützen, da die Renditen auf diese Anlageklassen tendenziell höher sind als die Zinsen auf Bankeinlagen. Durch Investitionen in Sachwerte können Sie Ihr Vermögen breit streuen und damit einen gewissen Schutze vor Inflation erzielen. Vor allem Aktien und Aktienfonds sind dazu gut geeignet, insbesondere wenn Sie in Unternehmen investieren, die in der Lage sind, ihre Preise entsprechend anzupassen und damit auch überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen, wenn die Inflation steigt. Diese Unternehmen profitieren sogar von der Inflation. Setzen Sie daher langfristig am besten auf Aktienfonds und -ETFs.

Wenn Sie nun gerne wissen möchten, wie und wann Sie Ihre eigene finanzielle Freiheit in der Rente oder früher erreichen können, melden Sie sich für ein erstes Beratungsgespräch bei mir. Wir schauen gemeinsam, wie Sie Ihre finanziellen Ziele erreichen und genau das Leben führen können, das Sie sich wünschen.

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Bildquelle:  WavebreakMediaMicro

Carmen Stephan
Diplom-Kauffrau
European Financial Advisor

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