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Darf ich vorstellen: Das sind die 3 neuen „Ds“. Sie sind gekommen, um zu bleiben.

„Momentan mal“, denken Sie jetzt vielleicht. „Wer oder was sind die drei Ds und warum sind sie gekommen, um zu bleiben??“

Die 3 Ds sind keine geringeren als die neuen Inflationstreiber. Diese sind:

  • De-karbonisierung
  • De-globalisierung
  • De-mografie

De-karbonisierung

Die Umstellung von fossilen Energieträgern auf klimaneutrale Energiegewinnung ist längst beschlossene Sache. An ihrer Umsetzung wird intensiv gearbeitet, wenngleich mancherorts noch Nachbesserungsbedarf besteht. Aber, egal. Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Damit wurde im Wahlkampf zur Bundestagswahl eifrig geworben und dass der Klimaschutz uns alle angeht, ist mittlerweile wohl jedem klar. Politisch opportun sowieso.

Was jedoch genauso klar ist: der schrittweise Abbau konventioneller Energieträger muss durch den Aufbau erneuerbarer Energiequellen ausgeglichen werden. Das ist ein großes Ziel. Erneuerbare Energiequellen wie Wind- und Sonnenenergie sind zwar im Übermaß vorhanden. Es müssten jedoch noch viel mehr Windkraft- und Solaranlagen gebaut werden, um das Energiedefizit auszugleichen, das durch den Wegfall konventioneller Energiequellen entstehen wird.

Diese Bau- und Erschließungskosten werden auf die Strompreise umgelegt werden, was zu einer Erhöhung der Energiepreise führen wird.

Alles in allem bedeutet das für uns alle: Energie wird teurer. Das betrifft nun nicht nur private Verbraucher, sondern auch in hohem Maße die Industrie, insbesondere energieintensive Branchen wie das gesamte produzierende Gewerbe, z.B. Baustoffe und Chemie.

De-globalisierung

De-globalisierung, auch Renationalisierung genannt ist die Umkehr des Trends der Globalisierung. Letztere hat vielen Ländern zu hohen Wachstumsraten (z.B. in Teilen Asiens) einerseits und zu immens gestiegenem Konsum (z.B. in den westlichen Ländern) andererseits geführt. Nun wird das Rad gezwungenermaßen zurückgedreht. Pandemiebedingte Lieferengpässe z.B. von Halbleitern haben uns vor Augen geführt, wie sehr die Weltwirtschaft vernetzt ist und wie alles scheinbar immer perfekt funktioniert hat. China ist mittlerweile ein dominanter Player in der Weltwirtschaft und diktiert immer mehr die Regeln an den Märkten. Mit seiner Politik der Stärkung des heimischen Marktes möchte sich das Land immer mehr vom Weltmarkt abschirmen, um so seine Vormachtstellung zu festigen. Da China kein demokratisches Land, sondern eine von der KP geführte Diktatur ist, kann dieses Vorgehen bis zu einem gewissen Grad funktionieren.

Was heißt das nun konkret? Wenn wir in Europa nicht mehr von den günstigen Arbeitskräften in Asien profitieren können und wieder mehr hierzulande produzieren müssen, verteuern sich die Produkte. Alles, was wir nicht mehr billig importieren können, auf den Konsum jedoch nicht verzichten wollen, müssen wir entweder selber herstellen (zu höheren Lohnkosten hierzulande) oder teurer aus dem Ausland einkaufen.

De-mografie

Für die Baby-Boomer wird es nach und nach Zeit, in Rente zu gehen. Die ersten Jahrgänge (ab Mitte 1950) sind bereits in Rente, die übrigen Jahrgänge folgen peu à peu. Was bedeutet das für die Wirtschaft? Wenn gut ausgebildete Arbeitskräfte den Arbeitsmarkt verlassen und nicht ausreichend neue Kräfte herangezogen wurden, bedeutet das automatisch mehr Verhandlungsmacht für die jüngeren, gut ausgebildeten Arbeitskräfte. Heißt mit anderen Worten: die Gehälter werden steigen. Diese Steigerung werden die Unternehmen über die Preise an die Verbraucher weitergeben. Das wird vielleicht nicht in jeder Branche und für alle Produkte möglich sein, jedoch wird es auch von dieser Seite her Preisdruck geben.

Die traditionelle Vorgehensweise, um höheren Inflationsraten zu begegnen und diese einzudämmen, wären Zinserhöhungen durch die Notenbank. Nun ist jedoch der Spielraum der Notenbanken, sprich der EZB äußerst begrenzt. Zinserhöhungen können angesichts der hohen Staatsschulden in der EU kaum umgesetzt werden. Das weiß die EZB und wird dies kaum in Betracht ziehen. Sie beschwichtigt eher mit meines Erachtens wachsweichen Prognosen von Werten unter 2 Prozent für 2022 ebenso wie für 2023.

Ich gehe eher davon aus, dass uns Inflationsraten von 5% und mehr über die nächsten Jahre begleiten werden. Heißt mit anderen Worten: es wird noch unattraktiver, Geld auf Bankkonten zu parken. Neben der Inflation schlägt ja außerdem noch das Verwahrentgelt zu Buche, das die Banken einbehalten. Sie können also zuschauen, wie Ihr Vermögen immer weiter abschmilzt.

Was können Sie tun? Investieren Sie Ihr Geld in Sachwerte, also in Aktien, Aktienfonds oder Immobilien. So sichern Sie sich auch für die Zukunft eine Rendite, die jenseits der Inflationsrate liegt und haben mit Sachwertinvestments deutlich bessere Aussichten auf einen angenehmen Ruhestand als mit Festgeld auf der Bank.

Wenn Sie wissen möchten, wie Geldanlage in Investmentfonds auch für Sie aussehen kann, vereinbaren Sie einfach einen Termin mit mir.

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Carmen Stephan
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