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ETFs sind wie Supermarkt-Regale

Was haben ETFs mit Supermärkten gemeinsam? Richtig: es gibt einfach alles. Alles, was du zum Leben für deinen täglichen Bedarf brauchst, findest du im Supermarkt. Ich spreche nicht von dem kleinen Tante-Emma-Laden an der Ecke, sondern von den großen Supermärkten, wo du vom Apfel bis zur Zwetschge, vom Abflussreiniger bis zur Zahnbürste und vom Aperitiv bis zur Zitronenlimonade alles findest, was dein Herz begehrt. Die Regale sind (normalerweise) voll, du kannst wählen zwischen verschiedenen Produktanbietern, Preisklassen und Paketgrößen.

Kaufst du deshalb auch alles, was es im Supermarkt gibt? Nein, natürlich nicht! Erstens würde es wahrscheinlich deine finanziellen Mittel übersteigen, jedes Produkt eines großen Supermarktes zu kaufen und zweitens brauchst natürlich nicht alles, was es dort gibt. Du kaufst nur das ein, was du wirklich brauchst und was du magst.

ETF-Anleger verhalten sich jedoch genauso wie jemand, der jedes Produkt eines Supermarktes kauft. Warum ist das so? Ganz einfach. Lass uns zunächst die Frage klären, was in einem ETF enthalten ist. In einem ETF ist der ganze Markt abgebildet. Alle Aktien von Unternehmen eines Marktes oder Landes sind in einem ETF enthalten. Nehmen wir als Beispiel den Deutschen Aktienindex DAX 100. Im DAX 100 wird der Kursverlauf der 100 größten deutschen Unternehmen abgebildet.  Von adidas über Deutsche Bank und Lufthansa bis hin zu Wirecard findest du im DAX 100 die 100 größten Unternehmen in Deutschland.

Gretchenfrage: Würdest du die Aktien jedes Unternehmens im DAX 100 kaufen? Bist du wirklich ganz sicher, daß du die Aktien eines jeden Unternehmens, das im DAX 100 enthalten ist, kaufen würdest? Ich würde das ganz sicher nicht tun.

Die Corona-Krise zeigt uns derzeit überdeutlich, wie unterschiedlich stark die einzelnen Unternehmen von der Krise betroffen sind. Mit am stärksten hat es unsere deutsche Airline, die Lufthansa getroffen. Der Kurs hat sich seit etwa einem Jahr gedrittelt. Von einst mehr als EUR 20 stehen momentan nur ca EUR 7 auf dem Kurszettel. Das ist dramatisch, nicht nur für die Aktionäre, sondern vor allem für die Mitarbeiter des Unternehmens. Seit Wochen bleiben die Maschinen am Boden und es ist nicht absehbar, wann die ersten Flieger wieder abheben dürfen. Angeblich verliert die Airline eine Million Euro pro Stunde, wie diverse Finanzportale behaupten. Wenn das wirklich stimmt, kannst du dir ausrechnen, wie lange es dauert, bis ein großer Investor wie z.B. der deutsche Staat einspringt, um das Unternehmen zu retten.

Ganz anders dagegen das Unternehmen Wirecard. Wirecard, der Anbieter von Internet-Bezahlsystemen hat in der Krise auch Federn gelassen, keine Frage. Längst jedoch nicht so stark wie Lufthansa. Wirecard gehört eher zu den Gewinnern der Corona-Krise. Durch die Ausgangssperren bestellen deutlich mehr Menschen im Internet. Im Internet kannst du nicht bar bezahlen, sondern du brauchst einen Bezahldienst. Derer gibt es mittlerweile einige. Wirecard stellt unter anderem die technische Abwicklung für die Zahlungen mit Kreditkarten bereit. Damit profitiert das Unternehmen mehr als viele andere von der Corona-Krise und davon, dass Barzahlungen in Geschäften momentan kaum in Anspruch genommen werden, weil viele Geschäfte immer noch auf halber Kraft laufen, sofern sie überhaupt geöffnet haben.

Von der Corona-Krise mal abgesehen, geht der Trend schon seit vielen Jahren immer mehr zum bargeldlosen Bezahlen, im Internet sowieso und auch immer mehr in den Ladenschäften in der Innenstadt.

Warum erzähl ich dir das alles? Auch in einem breiten Index wie dem DAX 100 ist nicht alles Gold was glänzt. In einem ETF, d.h. in einem börsengehandelten Indexfonds hast du ALLE Werte des Index in einem Fonds. Sowohl die guten als auch die Werte, die ein cleverer Anleger in schlechten Zeiten nicht braucht. Die Konstruktion eines ETFs jedoch ist darauf ausgelegt, daß ALLE Unternehmen gekauft werden müssen. Der Index bildet einfach alle Unternehmen eines Landes oder eines Marktes ab. Bei einem ETF gibt es keinen Fondsmanager, der die guten Aktien auswählt. Es gibt nur einen Händler, der stur nach Schema F alle Aktien des Index kauft. Bei einem aktiv gemanagten Fonds hingegen sieht das anders aus. Der Fondsmanager macht sich Gedanken und überlegt, welche Aktien er in seinen Fonds einkauft. Die Aufgabe eines Fondsmanagers ist es, für seine Kunden eine möglichst gute Performance, d.h. Wertentwicklung zu generieren. Dieser Aufgabe kann er jedoch nur nachkommen, wenn er tätig, also aktiv wird. Deshalb nennt man diese Fonds auch aktiv gemanagte Fonds, wohingegen ETFs auch als passive Investments bezeichnet werden. Passiv deshalb, weil es keinen Fondsmanager gibt, der aktiv tätig wäre. Aktiv gemanagte Fonds sind im allgemeinen etwas teurer als passive Fonds. Das kommt daher, weil die Arbeitsleistung eines Fondsmanagers bezahlt werden muss. Kein Fondsmanager dieser Welt, wie auch kein anderer Arbeitnehmer, wäre bereit, für Gotteslohn zu arbeiten.

Der große Einwand, den viele Befürworter von ETFs anwenden, lautet: “Jaaaaa, das mag ja alles sein. Aber viele aktiv gemanagten Fonds sind teuer und haben eine schlechtere Wertentwicklung als ein Index.” Das stimmt leider, zahlreiche aktiv gemanagte Fonds sind deutlich schlechter als der Index, veranschlagen jedoch hohe Gebühren.

Diese Fonds brauchst du nicht und diese Fonds bekommst du bei mir auch nicht. Die große Kunst ist nämlich, die dauerhaft guten, überdurchschnittlichen Investmentfonds aus dem großen Meer der angebotenen Investmentfonds herauszufiltern. Diese Aufgabe ist für einen Laien schlicht nicht möglich. Als Privatanleger hast du nicht die Systeme, die Kontakte und letztlich auch nicht das Fachwissen, um die Creme de la Creme der Investmentfonds aus dem großen Teich herauszufischen. Dafür bin ich deine Expertin.

Wenn du wissen möchtest, wie auch du über Investmentfonds ein Vermögen aufbauen kannst, das sich überdurchschnittlich entwickelt, dann schreibe mir eine e-mail an info@finanzmentoring.de oder ruf mich an unter 0172 67 17 388.

Carmen Stephan
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