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Für Aktienmärkte Prognosen zu stellen ist ein bisschen wie Kartenlegen.

Waren Sie schon einmal bei einer Wahrsagerin? Nein, waren Sie nicht? Niemand geht zur Wahrsagerin, trotzdem gibt es von dieser Zunft jede Menge Leute, die sich damit ihr Geld verdienen.
Vor vielen Jahren war ich selbst einmal bei einer Wahrsagerin. Sie wurde mir von einer Freundin empfohlen, die sie regelmäßig aufsuchte. Ich ging mit gemischten Gefühlen hin und kam weder euphorisch noch ernüchtert vom Kartenlegen zurück. Nichts von dem, was sie vorhergesagt hatte, ist eingetreten. Daher habe ich danach keine weiteren Versuche mehr unternommen, mir die Zukunft vorhersagen zu lassen.
Ganz anders jedoch verhalten sich Anleger, egal ob privat oder beruflich tätige Anleger, die versuchen, Prognosen zu stellen und damit die Zukunft von bestimmten Aktien oder gar Ländern und Branchen vorherzusehen.

Überschrift An den Aktienmärkten Prognosen zu erstellen ist ein wenig wie die Glaskugel zu befragen.

Damit wären wir bei meinem heutigen Thema, dem prognosefreien Investieren.
Schauen wir uns mal an, was prognosefrei investieren genau bedeutet.

Bei der Planung Ihres Vermögensaufbaus z.B. für Ihre Altersvorsorge haben Sie sich wahrscheinlich einen Plan gemacht, wieviel Sie in welche Fonds investieren. Sie investieren nicht aus Spaß an der Freud, sondern weil Sie als Anleger gewisse Ziele verfolgen und damit verbunden eine bestimmte Rendite erwarten. Sie möchten später in der Rente gut leben zu können oder was auch immer Ihr Ziel mit der Geldanlage ist. Damit haben Sie eine Absicht gesetzt und eine Erwartung gestellt, aber keine Prognose.

Überschrift Was genau heißt prognosefrei investieren?

Die einfache Erklärung ist: Kein Mensch auf diesem Planeten kann die Zukunft verlässlich voraussagen. Bisher ist es noch niemandem gelungen, exakte Prognosen zu stellen, anhand derer sich die Auswirkungen gegenwärtiger Entscheidungen vorhersagen ließen.

Meine etwas komplexere Erklärung in Bezug auf die Kapitalmärkte fällt so aus:

  1. Kapitalmärkte, egal ob Aktien-, Rohstoff- oder Anleihemärkte sind rational. Das heißt alle Ereignisse, die den Kurs eines Wertpapiers betreffen, spiegeln sich früher oder später in den Preisen, d.h. in den Kursen des Wertpapiers wider. Informationen werden sozusagen eingepreist. Manchmal dauert es eine Weile, jedoch spiegeln sich alle Informationen bezüglich eines Wertpapiers (dahinter steht immer ein Unternehmen oder ein Markt) in seinen Kursen wider.
  2. Market-Timing funktioniert nicht. Deshalb sind auch die meisten Trader nicht erfolgreich. Market-Timing bedeutet, bestimmte Entwicklungen wie z.B. steigende oder fallende Märkte, bestimmte Hoch- oder Tiefpunkte zu vorhersagen zu wollen und auf Basis dieser Vorhersagen Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen. Auch wenn Charttechniker das Gegenteil behaupten, in der Mehrzahl der Fälle gelingt es nicht, Märkte vorherzusagen und sich dementsprechend zu positionieren. Wenn es gut geht und man hat sich richtig positioniert, ist es meines Erachtens eher dem Glück als einer profunden Herangehensweise zu verdanken.
  3. Das Entscheidende ist, immer diszipliniert investiert zu bleiben. Begeben Sie sich nicht auf das dünne Eis, die besten Aktien mit den höchsten Ertragsaussichten finden zu wollen. Hinter der Suche nach den besten Aktien steht der Wunsch, besser zu sein als alle anderen, als die Nachbarn, die Freunde und letzten Endes besser zu sein als der Markt.
    Machen Sie sich erst gar nicht die Mühe, der Markt findet die besten Aktien sowieso von ganz alleine. Die schlechten sortiert er auch von alleine aus. Dafür brauchen Sie gar nichts zu tun. Unternehmen, die langfristig keine stabilen Gewinne erwirtschaften, gehen entweder pleite oder werden aufgekauft. Damit hat sich dann das Problem gelöst.
  4. Märkte haben mehr Aufschwünge als Abschwünge. Allein schon deswegen ist es klug, permanent investiert zu bleiben und nicht versuchen auszusteigen, wenn die Märkte fallen könnten und umgekehrt. Den richtigen Aus- und Einstiegszeitpunkt kennt man erst in der Rückschau. Bleiben Sie daher investiert und sitzen Sie unangenehme Marktphasen einfach aus.
  5. Breit gestreut investieren ist die Basis erfolgreichen Investierens.
    Es mag profan klingen, denn diesen Satz haben alle Anleger schon hundert mal gehört. Trotzdem wird diese wichtige Regel immer wieder missachtet. Breit streuen heißt: nicht nur in Deutschland, nicht nur in Europa und nicht nur in den USA zu investieren. Breit streuen heißt wirklich global, wirklich in allen Ländern mit entwickelten Kapitalmärkten zu investieren. Der Grund dafür ist die Verteilung des Risikos auf wirklich viele, viele Töpfe. Es geht nicht nur um die Wahrnehmung möglichst vieler Chancen, sondern auch um die Reduzierung der Risiken von ausfallgefährdeten Unternehmen. Nur durch Streuung gelingt echte Risikoreduzierung wirklich.

Was haben Sie davon, wenn Sie prognosefrei investieren?
Zum einen ein stabileres Portfolio, das Kursschwankungen gut verkraften kann. Zum anderen langfristig die besseren Renditen. Damit verbunden stabiles Wachstum für Ihr Portfolio, Inflationsschutz und nicht zuletzt niedrige Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Depots.

Wenn Sie nun wissen möchten, wie ein solides Investment für Sie funktionieren kann, dann rufen Sie mich an oder schreiben mir eine Nachricht per E-mail.

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Carmen Stephan
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