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Die Angst vor dem Risiko führt direkt ins Risiko.

Kürzlich habe ich mir ein Interview von Prof. Dr. Thomas Mayer, Leiter des Flossbach von Storch Research Institutes angehört. In diesem Interview ging es neben vielen anderen spannenden Themen auch um das Anlegerverhalten der Deutschen, insbesondere die Risikovermeidung. Professor Meyer sagte sinngemäß, dass es bei der Geldanlage nicht darum ginge, Risiken zu eliminieren, sondern darum, Risiken intelligent zu steuern. Diese Aussage kann ich vollumfänglich unterschreiben.

Was heißt das jetzt nun konkret, Risiken intelligent steuern? Nun, holen wir uns nochmal kurz ins Gedächtnis, wie der Großteil der Deutschen ihr Geld anlegt. Von den rund 7,5 Billionen Euro Guthaben liegen mehr als 80% als Einlagen als Tages- oder Termingeld bei Banken, sind in Lebensversicherungen geparkt oder liegen als Bargeld im Tresor oder unter dem sprichwörtlichen Kopfkissen. 20% sind angelegt in Aktien und Investmentfonds (inkl. ETFs). Ich finde bei der Verteilung weg vom Bankengeld hin zur Anlage in Investmentfonds ist noch deutlich Luft nach oben.

Warum scheuen sich so viele Menschen, ihr Geld am Kapitalmarkt rentabel anzulegen?

Stattdessen lassen Sie es auf schlecht verzinsten Tages- und Termingeldkonten vor sich hindümpeln.
Die Gründe dafür sind immer die gleichen:

  1. Die Angst, das Geld könnte weg sein.
    Jeder kennt jemanden, der am Aktienmarkt schon mal Geld verloren hat. Negative Erlebnisse merkt sich das Gehirn 10 mal mehr als positive. Es reicht also schon ein negatives Erlebnis, um 10 positive Erlebnisse zunichte zu machen. Dabei muss das negative Erlebnis noch nicht einmal selbst erlebt worden sein. Es reicht, wenn man über Dritte davon erfährt.
  2. Der Glaube, man müsse erst alles verstehen, um endlich anfangen zu können.
    Das ist ein großer Irrglaube, der zudem von Medien, Bloggern und Seminarveranstaltern noch gefördert wird. Das ist ja auch klar, denn ein Seminaranbieter für Finanzseminare lebt vom Seminarverkauf. Finanzblogger leben von der Aufmerksamkeit, die ihnen von ihrem Rezipientenkreis geschenkt wird. Und die Medien sind daran interessiert, ständig neue Nachrichten über dramatische Entwicklungen am Aktienmarkt zu liefern, sodass wir uns möglichst permanent Angst und Sorgen um unser Geld machen.
  3. Es ist immer irgendwas anderes wichtiger, als sich um die Geldanlage und die Altersvorsorge zu kümmern.
    Die Aufschieberitis ist einer der größten Erfolgsverhinderer überhaupt, nicht nur bei der Geldanlage.

Wenn wir das Risiko nicht vermeiden können, dann können wir es doch wenigsten steuern, sodass uns bei nächst bester Gelegenheit nicht alles um die Ohren fliegt.

Wie geht denn nun Risikosteuerung?

Risikosteuerung ist einer der wesentlichsten Aspekte bei der Geldanlage und trägt enorm dazu bei, Risiken zu minimieren und Renditen zu optimieren. Schauen wir uns das mal näher an:

  1. Diversifikation, oder landläufig auch Risikostreuung genannt.
    Eine breite Streuung des investierten Kapitals über verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe kann das Risiko deutlich senken. Innerhalb jeder Anlageklasse können Sie ebenfalls nochmal streuen, indem sie in verschiedene Branchen, Regionen und Unternehmen investieren.
  2. Risikobereitschaft und -fähigkeit: Es ist wichtig, dass Sie Ihre eigene Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit kennen. Die Risikobereitschaft bezieht sich auf Ihre subjektive Bereitschaft, Risiken einzugehen, während die Risikofähigkeit Ihre finanzielle Kapazität beschreibt, Verluste zu tragen. Die Anlagestrategie sollte entsprechend diesen Faktoren gestaltet werden. Um diese Risikobereitschaft herauszufinden, erstelle ich gemeinsam mit meinen Kundinnen und Kunden ein individuelles Risikoprofil. Dieses individuelle Risikoprofil gibt Aufschluss darüber, was genau Risiko für Sie bedeutet. Jeder Mensch hat ein eigenes Risikoempfinden. Dies ist fast so individuell wie der Fingerabdruck. Dieses Risikoprofil fließt in meinen Anlagevorschlag mit ein. Nur so ist es möglich, Vermögen wirklich individuell anzulegen und zu managen.
  3. Die Aufteilung Ihres Vermögens, auch Asset Allocation genannt: Die richtige Aufteilung des investierten Kapitals auf verschiedene Anlageklassen basierend auf Ihren persönlichen Zielen und Wünschen, der Zeitachse und Ihrer Risikotoleranz ist maßgeblich entscheidend für Ihren finanziellen Erfolg. Eine ausgewogene Asset Allocation kann dazu beitragen, das Risiko zu steuern und die Rendite zu maximieren. Auch das ist Teil meiner individuellen Beratung. Wie möchten Sie Ihr Vermögen aufteilen? Was brauchen Sie an Liquidität, um unvorhergesehene Ausgaben zu decken? Welcher Teil Ihre Vermögens kann wirklich langfristig angelegt werden?

Dies sollen nur ein paar Impulse sein für Sie, damit Sie selbst mehr ins Nachdenken und schließlich ins Tun kommen.

Ich höre immer wieder von Menschen, die es versäumt haben, im Berufsleben für das Alter vorzusorgen. Viele, die sich allein auf die gesetzliche Rente und ein wenig Betriebsrente verlassen haben, stehen nun wirklich traurig da. Machen Sie sich bewusst, dass die Zeit nicht mehr zurückkommt. Die Jahre gehen dahin und irgendwann ist das Arbeitsleben zu Ende und die Rente steht vor der Tür. Wer dann nicht rechtzeitig etwas unternommen hat, um im Alter gut leben zu können, könnte ganz schön alt aussehen.

Lassen Sie es nicht so weit kommen.
Fangen Sie an und schieben Sie Ihre Altersvorsorge nicht länger auf.

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Carmen Stephan
Diplom-Kauffrau
European Financial Advisor

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60322 Frankfurt

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